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31. März 2012: Europaweiter Aktionstag gegen den Kapitalismus

Für den 31. März rufen europaweit linke Gruppen und anarcho-syndikalistische Basisgewerkschaften zu Protesten gegen die aktuelle Krisenregulation von oben, inbesondere der sozialen Zertrümmerung in Griechenland auf, unter dem Motto „M31 – European Day of Action against Capitalism“ wird zu einem europaweiten Aktionstag gegen die autoritäre Krisenpolitik der Troika aus EU-Kommision, IWF und EZB aufgerufen! Auch die täglichen kapitalistischen Zumutungen, die europaweit und auch hier ertragen werden müssen, stehen im Fokus der Kritik.

Aktionen und Demonstrationen werden gleichzeitig in mehreren Städten in sämtlichen Ländern Europas stattfinden. Frankfurt wird der Aktionsschauplatz in der BRD sein.

Interview von Radio Corax zu m31: Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus (13.1.2012)

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31. März 2012: Europaweiter Aktionstag gegen den Kapitalismus
Bundesweite Demonstration am 31. März in Frankfurt

14:00 – Hauptbahnhof – Frankfurt/Main

Aufruf vom „…ums Ganze!“ Bündnis : hier!

Internationaler Aufruf: hier!

Weitere Infos und Texte u.a. bisher in Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Spanisch, Schwedisch und Türkisch finden sich hier: www.march31.net

Facebook-Event

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Erste wichtige Infos zur Anreise findest Du: hier!

Es wird wohl bald auch hier ein Treffpunkt veröffentlicht!
Falls nicht fragt via Mail an uns nach: zwan­ti­fa@riseup.​net

Aus Saarbrücken wird auch, wie aus vielen anderen Deutschen Städten, ein Bus fahren:
www.antinationale.org

umsg

Aktueller Bericht: 20. Todestag von Samuel Yeboah

Demo anlässlich des 20.Todestages von Samuel Yeboah

samuel yeboa

20. Todestag von Samuel Yeboah – Demonstration gegen Rassismus und deutschen Nationalismus am 24.09.2011 .

Der Treffpunkt ist in der Französische Straße (Pavillon) in Saarlouis um 14.00 Uhr.

Aufruf zur Demonstration:

Am 19. September 1991 fiel Samuel Kofi Yeboah in Saarlouis einem rassistischen Brandanschlag zum Opfer. Er ist eines der ersten Opfer rassistischer Gewalt in Westdeutschland nach der Wiedervereinigung. Anlässlich seines nahenden 20. Todestags wollen wir mit einer Aktionsreihe an Samuel Yeboah, dessen Mörder_innen nie gefasst wurden, würdig erinnern und den rassistischen Alltag in der Bundesrepublik und Europa thematisieren.
Wir knüpfen hiermit an Aktivitäten anlässlich des 5., 10. und 15. Todestags an. Am 10. Todestag hielten mehrere antirassistische Gruppen eine Gedenkveranstaltung ab, in deren Verlauf am Rathaus in Saarlouis eine schwere Steinplatte zum Gedenken an Yeboah angebracht wurde. Die Stadt fühlte sich durch das Gedenken offenbar gestört und prozessierte sowohl auf straf- als auch auf zivilrechtlichem Weg gegen die Anbringung der Gedenktafel und bekam vor Gericht Schadensersatz zugesprochen.
Am 15. Todestag setzte sich der „Runde Tisch für ein öffentliches Gedenken an Samuel Yeboah“ für die Umbenennung der umstrittenen Lettow-Vorbeck-Straße in Saarlouis in Samuel-Yeboah-Straße ein und versuchte, eine „würdige Form des öffentlichen Gedenkens“, wie in Mölln und Solingen zu etablieren.
Wir wollen mit unserer Aktionsreihe an diese Formen des Gedenkens anknüpfen. Im Rahmen unserer Aktionsreihe rufen wir am 24. September 2011 zu einer Demonstration auf, in Erinnerung an Samuel Yeboah und für einen progressiven Antirassismus, der nicht nur den Rassismus in der Gesellschaft, sondern auch die gesellschaftlichen Verhältnisse kritisiert, die ihn reproduzieren.

21 Jahre wiedervereinigtes Deutschland – 21 Jahre wiedervereinigter Rassismus

Der Mord an Samuel Yeboah lässt sich für uns nicht von der spezifischen Ausformung des deutschen Nationalismus zu Beginn der 90er Jahre trennen, denn der tödliche Brandanschlag in Saarlouis blieb leider kein Einzelfall, sondern bildete den traurigen Auftakt für eine Serie von rassistischen Übergriffen auf Menschen im wiedervereinigten Deutschland.
Nachdem die Parolen bei den Montagsdemonstrationen von „Wir sind das Volk“ zu „Wir sind ein Volk“ durch eine völkische Komponente verschärft und damit die legitime Forderung nach politischer Mitbestimmung zur nationalistischen Massenmobilisierung wurde, hätte man die Konsequenzen erahnen können.
Denn egal, ob bei den antinapoleonischen Aufständen oder der gescheiterten bürgerlichen Revolution von 18481, wenn sich in Deutschland die Nation artikuliert, dann endete dies bisher noch immer mit brennenden Häusern. Da bildete auch die deutsche Wiedervereinigung keine Ausnahme, egal wie liberal und progressiv sie jährlich am Tag der deutschen Einheit dargestellt wird.
Als nun zusammengewachsen war, was zusammengehörte, begann das deutsche Volk mit dem Anzünden von Asylbewerber_innenheimen. Die Ausrede, dass lediglich einige gesellschaftlich marginalisierte Neonazis für die pogromartigen Übergriffe verantwortlich seien, vertuscht lediglich die einträchtige Gemeinschaft in der sich diese Taten vollzogen. Denn neben den Neonazis waren auch die hetzende Presse, die Beifall klatschenden Nachbar_innen, die „normale“ Bevölkerung, die nach eigenem Ermessen im Prinzip gar nichts gegen Ausländer haben, und natürlich die Bundesregierung, die im Nachhinein dem Willen des Mobs mit einer faktischen Abschaffung des Asylrechts entgegenkam, an den Pogromen nicht unbeteiligt.
Dabei ist es gerade diese einträchtige Gemeinschaft im Kampf gegen die Volksfremden, jenseits der sonstigen Antagonismen bürgerlicher Gesellschaften, die für die deutsche Nation charakteristisch ist. Es spielt keine Rolle, ob man Redakteur_in bei der FAZ oder Langzeitarbeitslose_r ist, es gibt in solchen Momenten lediglich die Verschmelzung der Deutschen gegen die als „fremd“ imaginierten.
Zwar findet sich in allen Formen kapitalistischer Vergesellschaftung Rassismus, allerdings ist es unserer Meinung nach trotzdem wichtig die deutsche Spezifik zu thematisieren. In Deutschland ist der Partikularismus traditionell nicht oder nur wenig ausgeprägt. Daraus speist sich der Vorwurf, dass sich die Deutschen nie tatsächlich von der Gemeinschaft zur Gesellschaft emanzipiert haben. Hierzulande gibt es lediglich verschiedene Formen von der Sorge um das Allgemeinwohl und es existiert kein energisches Eintreten für partikulare Interessen. Dieser Zusammenhalt über Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisse hinweg lässt sich jedoch nur durch den massenhaften Ausschluss von Menschen aus dieser idealisierten Gemeinschaft realisieren. Die Notwendigkeit der Ausgrenzung zur Wahrung der Gemeinschaft über Ungleichheiten hinweg ist der Bevölkerung oft nicht bewusst, was jedoch an der Wirkungsmächtigkeit dieses allgegenwärtigen Ausschlusses von „Volksfeinden“ oder „Volksfremden“ nichts zu ändern vermag.
Die mangelnde Emanzipation der Deutschen von der stumpfen Gemeinschaft zur Gesellschaft lässt sich lediglich damit erklären, dass „die Landsleute unmöglich die beglückende Erinnerung an die totale Verschmelzung von Gesellschaft und Staat abtun können, die ihnen der Nazifaschismus bescherte.“2
Dass „jene Identifikationen und der kollektive Narzissmus gar nicht zerstört wurden, sondern fortbestehen“3, war zumindest einigen bewusst. So fand 1990 in Frankfurt am Main eine Demonstration unter dem Motto „Nie wieder Deutschland“ mit 20.000 Teilnehmern_innen statt, die vor einem vierten Reich warnten. Zwar bewahrheitete sich die Befürchtung eines 4. Reichs vorerst nicht, allerdings wäre es falsch daraus zu schließen, dass in Deutschland die Zivilisation Anklang gefunden hätte. Die brennenden Gebäude in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Solingen, Mölln, Sangerhausen und Saarlouis bewiesen das Gegenteil. Dass dieser rassistische Wahn, der unter anderem Samuel Yeboah das Leben kostete, keineswegs nur von ein paar Dorf-Nazis vollzogen wurde, belegen zahlreiche Zitate.
Wenn der Berliner Innensenator Dieter Heckelmann (CDU) behaupten kann, in Rostock-Lichtenhagen habe sich nicht Rassismus geäußert, „sondern der vollauf berechtigte Unmut über den Massenmissbrauch des Asylrechts“4 ohne dafür aus dem Amt gejagt zu werden, spricht dies Bände hinsichtlich der Realität des frisch geeinten und freien Deutschlands. Dabei muss man dem Innensenator zugestehen, dass er durchaus erkannt hat, dass politischer Unmut in Deutschland sich darin äußert, Häuser in denen sich Menschen befinden niederzubrennen.
Helmut Schmidt log die Pogrome gleich in berechtigte Notwehr um und faselte davon, dass in Deutschland bei zu viel Arbeitslosigkeit die Gesellschaft „entartet“5.
Seit den 90er Jahren hat sich an dieser Situation nun viel geändert, aber wenig verbessert. Als unter Rot-Grün zum ersten Mal die 68er begannen, die Politik mitzugestalten, formierte sich der „Aufstand der Anständigen“ gegen Neonazis. Als anständiger Deutscher begann man nun gegen Rassismus und Nazis zu sein, die man damit zum Randproblem verklärte. Man behauptet nach wie vor eine Mehrheitsgesellschaft, die sogenannte „Mitte“, in der es keinen Rassismus und andere Versatzstücke nationalsozialistischer Ideologie gäbe und leugnet die tiefe Sehnsucht der Deutschen nach dem Verschmelzen zur Gemeinschaft gegen die Feinde des Volkes, ob nun die zersetzende USA, Israel oder wie in den 90ern gegen Migrant_innen. Tatsächlicher Antifaschismus leistet jedoch mehr als die Bekämpfung von Nazi-Trotteln, sondern auch die schonungslose Thematisierung der NS-Kontinuitäten in der deutschen „Mitte“, auch wenn sie sich bei „Bockwurst fressen gegen Rechts“ vermeintlich aufgeklärt und fortschrittlich zeigt. Solche Veranstaltungen täuschen lediglich darüber hinweg, dass Hetzjagden auf Migrant_innen zur deutschen Normalität gehören.
Phänomene wie Sarrazin zeigen, dass rassistische Vorstellungen jederzeit auch in der vermeintlich aufgeklärten „Mitte“ der Gesellschaft Zuspruch finden können.
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Saarbrücken: AntiRa Woche vom 9. – 14. Mai

Von Lampedusa bis Lebach – Aktionswoche gegen Rassismus, Abschiebung und europäische Asylpolitik

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Plakat zur AntiRa-Woche

Das Programm:

09. – 13. Mai, 10.00 – 18.00 Uhr:
Innenansichten – Bilder aus der Abschiebehaft in Ingelheim
Ausstellung

Montag, 09. Mai, 16.00 Uhr:
Marie Weber (Amnesty International): Abschiebehaft in Ingelheim & EU-Flüchtlingespolitik
Vortrag & Diskussion (Mehr Infos)

Dienstag, 10. Mai, 18.00 Uhr:
Calais Migrant Solidarity Group: Die Situation der Flüchtlinge in Calais
Vortrag & Filmvorführung (Mehr Infos)

Mittwoch, 11. Mai, 18.00 Uhr:
Roland Röder (Aktion 3. Welt Saar / Saarländischer Flüchtlingsrat): Das Lager Lebach
Vortrag & Diskussion (Mehr Infos)

Donnerstag, 12. Mai, 18.15 Uhr:
Antifa Saar / Projekt AK: The Truth Lies in Rostock
Kurzvortrag und Filmvorführung (Mehr Infos)

Freitag, 13. Mai, 20.00 Uhr:
Kurzfilmreihe “Frontex”, im Anschluss Soliparty
ACHTUNG: Findet im JUZ St.Ingbert statt! (Mehr Infos)

Als Abschluss der Woche findet am Samstag, den 14. Mai, ab 14.00 Uhr eine Demonstration unter dem Motto: “Flüchtlingslager schließen! In Lebach und überall! Gegen staatlichen Rassismus” statt.

Die Demo beginnt am Landwehrplatz und führt durch das Nauwieser Viertel und die Fußgängerzone, bis zur Europagalerie. Kurzaufruf

Plakatdemo

Die AntiRa-Woche wird organisiert und unterstützt von: Philocafé an der UdS, antinationale.org, Netzwerk Selbsthilfe, Saarländische Flüchtlingsrat, Aktion 3. Welt Saar, Peter Imandt Gesellschaft e.V., und dem AStA der Universität des Saarlandes

Quelle: www.antinationale.org

Kaiserslautern 29.04.2011- Nazikundgebung stören!

Im Rahmen der Nazimobilisierung zum 1.Mai in Heilbronn wollen NPD und Aktivisten des „Nationalen und Sozialen Aktionsbündnis 1.Mai“ in Kaiserslautern am 29. April 2011 ein Bundesligaspiel zwischen dem 1.FCK und St. Pauli ausnutzen um für Ihre menschernverachtende Ideologie zu werben.

Um 18:30 will die NPD vor dem Hauptbahnhof in Kaiserslautern eine Kundgebung abhalten, knapp eine Stunde vor Beginn des Bundesligaspiels.

Anlaufpunkt für alle Gegendemonstrantinnen und Gegendemonstranten wird am 29. April um 17:00 Uhr der Bahnhofsvorplatz sein, dort findet eine angemeldete antifaschistische Kundgebung statt!

Hier der Aufruf aus KL:

Enough is enough

Quelle:

http://nonazis.noblogs.org/

…und wer nach der Arbeit noch etwas feiern will, dem sei das hier ans Herz gelegt:

egotronic + Frittenbude+ Supershirt

Rheinland-Pfalz: Antifa-Broschüre über die NPD

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NPD-STRUKTUREN IN RLP – EINE BROSCHÜRE AUTONOMER ANTIFASCHISTINNEN ZUM UND GEGEN DEN WAHLKAMPF DER NPD ZUR LANDTAGSWAHL 2011

Update zum Naziaufmarsch in Karlsruhe

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Artikel bei linksunten.indymedia.org

Impressionen vom 15.6. in Homburg

Am 15.6.2010 fand in Homburg eine Demonstration (Angemeldet von der IG Metall), unter dem Motto: „Bessere Perspektiven für die junge Generation“ , statt.An dieser beteiligten sich neben der IG Metall und Bildungsstreikgrupppen auch linksradikale Gruppen.Wir als ZwAntifa wollten uns allerdings nicht darauf beschränken eine bessere Perspektive für „die Junge Gerneration“ , oder mehr Lohn für Beschäftige zu fordern, sondern wollten eigene Kritikpunkte formulieren (Aufruf) und auf die Straße tragen.

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Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft-Für kämpferische und solidarische Gewerkschaften ist eine dieser Forderungen.

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Laut der IG Metall haben sich an diesem Tag rund 600 Menschen in Homburg versammelt, um gemeinsam für ein besseres Leben zu demonstrieren.Die Demonstranten traffen sich um 16:00Uhr in der Homburger
Innenstadt (Am Rondel).

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Anschließend zog der Demonstrationszug lautstark und gut gelaunt durch die Homburger Innenstadt.
Am Marktplatz angekommen wurde die Abschlusskundgebung gehalten.Im Anschluss an die Redner von der IG Metall sprach ein Verterter des Bildungsstreikbündnisses.Dieser forderte unter großem Beifall die Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.

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Nach der Abschlusskundgebung war noch Party angesagt. Mit Cocktails und netter Musik von „SKA Einsatzkommando“ und „OKU and the Reggaerockers“ ging die Veranstaltung auf dem Homburger Marktplatz am späten Abend zu Ende.

DEMONSTRATION: „In Gedenken an Max Braun-Kein Kompromiss mit der Barbarei!“

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Aufruf der Antifa Saar / Projekt AK zur Kundgebung und Demonstration am 3. Juli in Saarbrücken.Die Auftaktkundgebung beginnt um 11 Uhr in der Großherzog Friedrichstraße/Ecke Hellwigstraße (Saarbrücken):

Wir erinnern an den Antifaschisten und Sozialisten Max Braun
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Bericht zur Nazidemo in Homburg/Saar

Bericht der Antifa Saar:

Polizei setzt Naziaufmarsch in Homburg durch

Am Morgen des 29. Mai 2010 zogen 55 Nazis unter dem Motto „Für Demokratie und Meinungsfreiheit“ durch Homburg / Saar. Die Demonstration wurde von 350 GegendemonstrantenInnen lautstark begleitet und gestört.
Antifa Saar widerspricht Polizeidarstellung von keinen Verletzten.

Die TeilnehmerInnen der vom „Nationalen Widerstand Zweibrücken“ organisierten Demonstration kamen aus Saarbrücken, Trier, der Westpfalz und Zweibrücken. Trotz kurzer Vorlaufzeit versammelten sich 350 GegendemonstrantInnen in Homburg, um ihren Protest gegen die Nazis zu äußern und um die Demonstration zu verhindern. Letzteres gelang auf Grund des rigiden Vorgehens der Polizei jedoch nicht.

Die Polizei tat sich besonders durch ständiges und gezieltes Abfilmen und Abfotografieren einzelner GegendemonstrantInnen hervor sowie durch aggressives und gewalttätiges Auftreten gegen diese.
Besonders die „Beweissicherungs- und Festnahme Einheit“ – kurz BFE, aus dem Baden-Württembergischen Göpingen, ging immer wieder mit Gewalt gegen Protestierende vor. So wurden, entgegen der Darstellung der Polizei, mehrere GegendemonstrantInen, zum Teil Minderjährige, durch Schlagstockschläge im Gesicht verletzt.

Alexander Breser, stellvertretender Pressesprecher der Antifa Saar hierzu:

„Der Polizei ist es nur erlaubt, so genannte Flächen- oder Übersichtaufnahmen der GegendemonstrantInnen anzufertigen – falls eine akute Gefahr droht. In Homburg hielt sich die Polizei jedoch wie so oft nicht daran. Es wurden von der Polizei gezielte Portraitaufnahmen einzelner GegendemonstrantInnen angefertigt und es wurde versucht, diese durch ständige Videoüberwachung zu provozieren und einzuschüchtern. Zudem muss sich die Regierung und die Gewerkschaft der Polizei nicht über fehlenden Respekt vor PolizistInnen wundern, wenn die ersten Begegnungen junger Menschen mit eben jenen durch vermummte, aggressiv auftretende und prügelnde PolizistInnen geprägt wird.
Auch die Unkenntlichkeit von PolizistInnen, sowohl durch Maskierung als auch durch erst gar nicht vorhandene Dienstnummern auf der Uniform sehen wir als Problem. So hat überzogenes Verhalten für den jeweiligen Polizisten oder die jeweilige Polizistin fast nie ein juristisches Nachspiel.“

Alles in allem stuft die Antifa Saar / Projekt AK die Gegenproteste dennoch als erfolgreich ein. Trotz kurzer Mobilisierungszeit beteiligten sich eine große Anzahl Menschen an den Gegenprotesten. Der Naziaufmarsch konnte durchgängig lautstark begleitet und teilweise behindert werden.